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Erste Schritte

Du hast ein managed Uptime Kuma bei server.camp bestellt – herzlichen Glückwunsch! Uptime Kuma überwacht deine Websites, APIs und Server rund um die Uhr und benachrichtigt dich sofort, wenn etwas nicht erreichbar ist. Diese Anleitung richtet sich an Freelancer, kleine bis mittlere Unternehmen und Vereine, die nicht erst von ihren Kunden oder Mitgliedern erfahren wollen, dass ihre Website down ist.

Warum überhaupt eine Monitoring-Lösung?

Wenn dein Online-Shop, dein Kundenportal oder deine Vereinswebsite ausfällt, zählt jede Minute. Ohne Monitoring erfährst du es erst, wenn ein Kunde anruft oder ein Mitglied schreibt – und bis dahin sind vielleicht schon Stunden vergangen.

Uptime Kuma prüft deine Dienste im Minutentakt und schickt dir eine Benachrichtigung, sobald etwas nicht erreichbar ist – bevor es jemand anderes bemerkt.

Typische Einsatzszenarien:

  • Unternehmenswebsite überwachen – ist sie öffentlich erreichbar?
  • Online-Shop – lädt die Startseite, ist der Checkout erreichbar?
  • Kundenportal oder SaaS-Anwendung – “rund um die Uhr” Überwachung mit Benachrichtigung bei Ausfällen
  • E-Mail-Server – ist der SMTP- oder IMAP-Dienst erreichbar?
  • Interne Systeme – ERP, Telefonanlage, VPN-Endpunkt, NAS
  • SSL-Zertifikate – rechtzeitig benachrichtigt werden, bevor ein Zertifikat abläuft
  • Cronjobs und Backups – sicherstellen, dass automatische Prozesse zuverlässig laufen
  • Status-Seite für Kunden oder Mitglieder – öffentliche Übersichtsseite mit dem aktuellen Systemstatus
  • Datenbank-Server – PostgreSQL, MySQL, MariaDB, MongoDB, Redis direkt abfragen
  • APIs – JSON-Antworten prüfen und inhaltlich auswerten

Grundkonzept: Monitore, Benachrichtigungen und Status-Seiten

Uptime Kuma arbeitet mit drei zentralen Elementen:

  • Monitor – eine Überwachungsregel (z.B. “Überprüfe URL X alle 60 Sekunden”)
  • Benachrichtigung – wohin soll die Meldung gehen, wenn etwas schiefläuft? (E-Mail, Mattermost, Telegram, SMS, etc.)
  • Status-Seite – eine öffentliche oder interne Übersicht, die zeigt, ob deine Dienste laufen

Jeder Monitor kann mit mehreren Benachrichtigungen verknüpft werden. Du richtest Benachrichtigungen einmal ein und verknüpfst sie dann mit beliebig vielen Monitoren.

Es gibt nur einen User
Uptime Kuma erlaubt derzeit nur einen einzigen Benutzer. Alle Monitore, Benachrichtigungen und Status-Seiten sind für diesen User sichtbar. Es gibt keine Benutzerverwaltung oder Rollen. Das bedeutet: Alle Teammitglieder, die Zugriff auf das Dashboard haben, sehen alle Monitore und können sie bearbeiten. Daher ist es wichtig, den Zugang zum Dashboard nur bewusst zu teilen und ggf. die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.

Empfohlene Reihenfolge der Einrichtung

  1. Benachrichtigungen einrichten – mindestens E-Mail, idealerweise einen zweiten Kanal
  2. Ersten Monitor erstellen – z. B. die eigene Website
  3. Weitere Monitore ergänzen – E-Mail-Server, APIs, interne Systeme
  4. Tags vergeben – Monitore nach Kunde, System oder Priorität gruppieren
  5. Status-Seite einrichten – für Kunden oder interne Transparenz
  6. Wartungsfenster planen – für geplante Wartungsarbeiten
Bedenke Abhängigkeiten für Benachrichtigungen
Um im Falle eines Ausfalls auch wirklich benachrichtigt zu werden, sollten deine Benachrichtigungsmethoden keine Abhängigkeiten zu den überwachten Systemen haben. Wenn du z.B. den E-Mail-Server über Uptime Kuma überwachst, solltest du als Benachrichtigungskanal nicht den gleichen E-Mail-Server verwenden – sonst bekommst du bei einem Ausfall keine Benachrichtigung. Ein zweiter Kanal wie ein externer Mailserver, ntfy.sh, Telegram oder Mattermost ist hier eine gute Ergänzung.

Monitor-Typen im Detail

Uptime Kuma unterstützt eine Vielzahl von Monitor-Typen. Hier sind die wichtigsten mit konkreten Einsatzbeispielen:

Allgemeine Monitore

Typ Was wird geprüft Typischer Einsatz
HTTP(S) Erreichbarkeit einer URL, HTTP-Statuscode (z. B. 200 OK) Websites, Web-Apps, APIs
HTTP(S) Schlüsselwort URL erreichbar + bestimmtes Wort muss auf der Seite stehen (oder fehlen) Fehlerseiten erkennen, Login-Seiten prüfen
HTTP(S) JSON Query URL erreichbar + bestimmter Wert in einer JSON-Antwort API-Gesundheitschecks, Microservices
TCP Port Ob ein bestimmter Port offen und erreichbar ist Mailserver (25/587), SSH (22), Datenbanken (5432/3306)
Ping (ICMP) Ob ein Server überhaupt auf Netzwerkebene antwortet Server, Router, Netzwerkgeräte, NAS
DNS Ob eine DNS-Abfrage das erwartete Ergebnis liefert DNS-Server prüfen, DNS-Propagation überwachen
Push (Heartbeat) Wartet auf regelmäßige “Lebenszeichen” eines externen Systems Cronjobs, Backup-Skripte, Batch-Prozesse

Datenbank-Monitore

Typ Was wird geprüft Typischer Einsatz
PostgreSQL Verbindung zur Datenbank + optionale SQL-Abfrage PostgreSQL-Server überwachen
MySQL / MariaDB Verbindung zur Datenbank + optionale SQL-Abfrage MySQL/MariaDB-Server überwachen
MongoDB Verbindung zur MongoDB-Instanz MongoDB-Server überwachen
Redis Verbindung zum Redis-Server Redis-Cache oder -Queue überwachen
Microsoft SQL Server Verbindung zum MSSQL-Server MSSQL-Datenbanken überwachen
IP-Whitelisting nutzen
Es ergibt Sinn den Zugriff auf deine Datenbanken auf die IP-Adressen von legitimen Clients zu beschränken. So stellst du sicher, dass potenzielle Angreifer keinen Zugriff haben. Die von server.camp genutzten IP-Adressen findest du in der Dokumentation oder auf Anfrage bei unserem Support.

Spezial-Monitore

Typ Was wird geprüft Typischer Einsatz
Docker Container Ob ein bestimmter Docker-Container läuft Eigene Container-Infrastruktur, sollte nur lokal genutzt werden
MQTT Verbindung zu einem MQTT-Broker IoT-Geräte, Smart-Home-Systeme
gRPC(S) gRPC-Service erreichbar + Schlüsselwort in der Antwort Microservice-Architekturen
Kafka Producer Verbindung zu einem Kafka-Cluster Event-Streaming-Infrastruktur
Spieleserver (GameDig) Ob ein Spieleserver erreichbar ist Minecraft, Teamspeak, CS2 und viele weitere
Welchen Monitor-Typ für welchen Zweck?
Für die meisten KMU reichen HTTP(S), TCP Port, Ping und Push aus. HTTP(S) für Websites und APIs, TCP für Mailserver und Datenbanken, Ping für Server und Netzwerkgeräte, Push für Cronjobs. Die Datenbank-Monitore lohnen sich, wenn du direkten Zugriff auf deine Datenbanken hast und sicherstellen willst, dass sie nicht nur erreichbar, sondern auch funktional sind.

Ersten Monitor einrichten

  1. In Uptime Kuma auf “Monitor hinzufügen” klicken
  2. Typ auswählen (für den Einstieg: HTTP(S))
  3. Name vergeben (z. B. “Unternehmenswebsite”)
  4. URL eintragen (z. B. https://example.org)
  5. Prüfintervall wählen – alle 60 Sekunden ist ein guter Standard
  6. Wiederholungen (Retries) konfigurieren – empfohlen: 2–3, damit ein einzelner Timeout keinen Fehlalarm auslöst
  7. Benachrichtigungen verknüpfen (müssen vorher eingerichtet sein)
  8. Optional: Tags vergeben (z. B. “Produktion”, “Kunde A”)
  9. Speichern

Uptime Kuma beginnt sofort mit der Überwachung. Der grüne Punkt in der Seitenleiste zeigt: alles in Ordnung.

Erweiterte Einstellungen

Für HTTP(S)-Monitore stehen zusätzliche Optionen zur Verfügung:

  • Akzeptierte Statuscodes – Standard ist 200–299. Für Weiterleitungen (301/302) den Bereich erweitern.
  • Maximale Weiterleitungen – wie vielen Redirects soll Uptime Kuma folgen
  • HTTP-Methode – GET (Standard), POST, PUT, HEAD
  • HTTP-Header und Body – für APIs, die Authentifizierung benötigen
  • Zertifikatsablauf benachrichtigen – Warnung X Tage vor SSL-Ablauf (z. B. 30 Tage)
  • Upside-Down-Modus – kehrt die Logik um: Alarm wenn der Dienst erreichbar ist (nützlich für Dienste, die abgeschaltet sein sollten)

Benachrichtigungen einrichten

Unter Einstellungen → Benachrichtigungen richtest du ein, wohin Meldungen gehen sollen. Uptime Kuma unterstützt über 90 Benachrichtigungsdienste. Die Wichtigsten listen wir im Folgenden auf:

E-Mail (SMTP)

  1. Typ: Email (SMTP)
  2. SMTP-Server deines E-Mail-Anbieters eintragen (Serveradresse, Port, Benutzername, Passwort)
  3. Absender- und Empfängeradresse konfigurieren
  4. Mit “Test” prüfen, ob die E-Mail ankommt

Mattermost

Wenn du Mattermost bei server.camp nutzt:

  1. Typ: Mattermost
  2. In Mattermost: Integrationen → Eingehende Webhooks → Neuen Webhook erstellen
  3. Webhook-URL in Uptime Kuma eintragen
  4. Optional: Kanal und Anzeigename konfigurieren

ntfy.sh

Wenn du ntfy.sh für Push-Benachrichtigungen nutzt:

  1. Typ: ntfy
  2. Server-URL eintragen, z. B. https://ntfy.sh (oder deine selbst gehostete Instanz)
  3. Topic festlegen – ein frei wählbarer Name, z. B. uptime-kuma-alerts
  4. Optional: Priorität und Tags konfigurieren
ntfy.sh kostenlos nutzen
ntfy.sh lässt sich kostenlos und sogar ohne Account nutzen. Achte darauf, dass dein Topic-Name eindeutig und nicht erratbar ist, damit du keine fremden Benachrichtigungen bekommst. Zum Beispiel uptime-kuma-deinname-51586451 oder 25168168-deinname-alerts. So kannst du ntfy als kostenlosen Push-Kanal nutzen, ohne dass es zu Verwechslungen kommt.

Telegram

Schnell, zuverlässig und kostenlos – ideal als zweiter Benachrichtigungskanal:

  1. Typ: Telegram
  2. Bot erstellen: In Telegram den @BotFather anschreiben → /newbot → Token kopieren
  3. Chat-ID ermitteln: Bot anschreiben, dann über die Telegram-API die Chat-ID auslesen
    • Beispiel: https://api.telegram.org/bot<DEIN_TOKEN>/getUpdates
    • Die Chat-ID steht in der Antwort, z. B. "chat":{"id":123456789,"first_name":"Max","type":"private"}}
    • hier also 123456789
  4. Token und Chat-ID in Uptime Kuma eintragen

Weitere beliebte Optionen

Dienst Vorteil Besonders geeignet für
Slack Direkte Integration in Slack-Kanäle Teams mit Slack als Haupt-Messenger
Microsoft Teams Integration via Webhook Unternehmen mit Microsoft-365-Umgebung
Discord Webhook-Integration Vereine und Communities mit Discord-Server
PagerDuty / OpsGenie Professionelles On-Call-Management mit Eskalation Größere Teams mit Bereitschaftsdienst
Gotify Selbst gehostete Push-Benachrichtigungen Datenschutz-sensible Umgebungen
Pushover Zuverlässige Push-Benachrichtigungen (einmalig ~5 €) Freelancer und kleine Teams
Apprise Meta-Dienst: leitet an viele Kanäle gleichzeitig weiter Wenn du viele verschiedene Kanäle bespielen willst
Mindestens zwei Kanäle einrichten
Richte immer mindestens zwei Benachrichtigungskanäle ein – z.B. E-Mail und Mattermost (oder Telegram). Wenn der E-Mail-Server selbst ein Problem hat, erreichst du dich über den zweiten Kanal trotzdem. Genau dafür ist Monitoring da: auch dann zu funktionieren, wenn etwas schiefgeht.
Standardbenachrichtigung aktivieren
Wenn du eine Benachrichtigung als “Standardbenachrichtigung” markierst, wird sie automatisch mit jedem neuen Monitor verknüpft. Das spart Zeit und verhindert, dass ein Monitor versehentlich ohne Benachrichtigung eingerichtet wird.

Schlüsselwort-Monitoring: Seitenfehler erkennen

Ein einfacher HTTP-Check prüft nur, ob die Seite antwortet. Manchmal antwortet eine Seite mit Statuscode 200 (OK), zeigt aber inhaltlich einen Fehler – z.B. “Database connection failed” oder “Wartungsmodus”.

Mit einem Schlüsselwort-Monitor kannst du prüfen, ob ein bestimmter Text auf der Seite vorhanden ist oder fehlt:

  • Muss vorhanden sein: Alarm, wenn z. B. der Firmenname oder “Willkommen” nicht auf der Seite steht
  • Darf nicht vorhanden sein: Alarm, wenn “Error”, “Fatal”, “Maintenance” oder “Wartung” auftaucht

Praxisbeispiele:

Monitor Schlüsselwort Modus Erkennt
Startseite “server.camp GbR” Muss vorhanden sein Leere Seite, falscher Inhalt, gehackte Seite
Online-Shop “Warenkorb” Muss vorhanden sein Shop-Engine nicht geladen
API Health-Endpoint “healthy” Muss vorhanden sein API-Fehler trotz HTTP 200
Beliebige Seite “Error” Darf nicht vorhanden sein Fehlermeldungen auf der Seite

JSON Query: API-Antworten inhaltlich prüfen

Für APIs, die JSON zurückgeben, kannst du mit dem Monitor-Typ HTTP(S) JSON Query gezielt einzelne Werte in der Antwort prüfen.

Beispiel: Deine API antwortet auf /api/health mit:

{ "status": "ok", "database": "connected", "version": "2.1.0" }
  • JSON Path: $.status
  • Erwarteter Wert: ok

Uptime Kuma schlägt Alarm, wenn der Wert von status nicht ok ist – auch wenn die API technisch antwortet.

JSON Query für Microservices
Wenn du mehrere Microservices betreibst, richte für jeden einen JSON-Query-Monitor auf den Health-Endpoint ein. So erkennst du nicht nur, ob der Service erreichbar ist, sondern ob er auch intern korrekt funktioniert (Datenbankverbindung, externe Abhängigkeiten etc.).

SSL-Zertifikate überwachen

Ein abgelaufenes SSL-Zertifikat macht deine Website für alle Besucher als “unsicher” markiert – ein ernstes Problem für Kundenvertrauen und SEO.

Uptime Kuma kann dich automatisch warnen, wenn ein Zertifikat in X Tagen abläuft:

  1. Einen HTTP(S)-Monitor für die betreffende Domain einrichten
  2. In den Monitor-Einstellungen “Zertifikatsablauf benachrichtigen” aktivieren
  3. Warnschwelle eintragen (Empfehlung: 30 Tage)

Uptime Kuma prüft das gesamte Zertifikat, inklusive der Zertifikatskette (CA-Zertifikate). So erkennst du auch Probleme mit Zwischenzertifikaten.


Heartbeat-Monitore (Push): Cronjobs und Backups überwachen

Viele Unternehmen haben automatische Prozesse: Backups, Datenbankbereinigungen, Rechnungsversand, Datenimporte. Wenn so ein Cronjob stillschweigend aufhört zu laufen, fällt es oft wochenlang nicht auf.

Ein Push-Monitor (Heartbeat) dreht das Prinzip um: Statt dass Uptime Kuma einen Dienst abfragt, meldet sich der Dienst bei Uptime Kuma. Bleibt die Meldung aus → Alarm.

Einrichtung

  1. Monitor hinzufügen → Typ: Push
  2. Erwartetes Intervall eintragen (z. B. 1440 Minuten = 1× täglich)
  3. Uptime Kuma zeigt eine Push-URL an
  4. Am Ende deines Cronjobs einen curl-Aufruf auf diese URL einbauen:
# Am Ende deines Backup-Skripts:
curl -s https://dein-uptimekuma.srv.camp/api/push/abc123?status=up&msg=OK

Was lässt sich damit überwachen?

Prozess Erwartetes Intervall Bedeutung bei Ausfall
Tägliches Backup 1440 Min. (24h) Backup läuft nicht mehr
Stündlicher Datenimport 90 Min. Import-Prozess hängt
Wöchentlicher Report 10.200 Min. (7 Tage) Report-Generierung ausgefallen
Monatliche Datenbankbereinigung 44.000 Min. (30 Tage) Bereinigung nicht gelaufen
Jeden automatischen Prozess überwachen
Richte für jeden Cronjob, jedes Backup-Skript und jeden automatisierten Prozess einen Push-Monitor ein. Der Aufwand ist minimal (eine Zeile curl am Skriptende), aber der Nutzen ist enorm: Du erfährst sofort, wenn ein Prozess nicht mehr läuft – statt erst Wochen später, wenn das Problem bereits Schaden angerichtet hat.

Tags: Monitore organisieren

Wenn die Zahl der Monitore wächst, helfen Tags beim Organisieren. Tags sind farbige Labels, die du Monitoren zuweisen kannst.

Sinnvolle Tagging-Strategien:

Tag Farbe (Vorschlag) Verwendung
Produktion Rot Produktivsysteme, höchste Priorität
Staging Gelb Testsysteme
Intern Blau Interne Systeme, VPN, ERP
Kunde: Firma A Grün Monitore, die zu einem bestimmten Kunden gehören
Typ: Website Grau Filterung nach Systemtyp
Typ: Mail Grau Filterung nach Systemtyp

Tags erscheinen in der Monitor-Übersicht und auf Status-Seiten. Du kannst nach Tags filtern, um schnell alle Monitore eines bestimmten Kunden oder Systemtyps zu sehen.


Status-Seiten: Transparenz für Kunden und Mitglieder

Uptime Kuma kann mehrere Status-Seiten erstellen, die zeigen, ob deine Dienste erreichbar sind. Das ist besonders nützlich, wenn du Kunden oder Mitglieder hast, die wissen wollen, ob die Website, der Shop oder das Kundenportal gerade funktioniert.

Status-Seite erstellen

Unter Status-Seiten → Neu:

  1. Titel und Beschreibung vergeben
  2. Slug festlegen (bestimmt die URL, z. B. /status/kunden)
  3. Logo hochladen (optional)
  4. Gruppen erstellen – jede Gruppe fasst zusammengehörige Monitore zusammen (z. B. “Webseite”, “E-Mail”, “API”)
  5. Monitore den Gruppen zuordnen
  6. Speichern und veröffentlichen

Mehrere Status-Seiten für verschiedene Zielgruppen

Uptime Kuma unterstützt beliebig viele Status-Seiten. Das ist besonders nützlich, wenn du verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichen Informationen bedienen willst:

Status-Seite Zielgruppe Zeigt
/status Allgemein / Kunden Website, Shop, E-Mail – nur externe Dienste
/status/intern Internes Team Alle Systeme inkl. interner Dienste, VPN, ERP
/status/kunde-a Spezifischer Kunde Nur die Monitore, die Kunde A betreffen
/status/verein Vereinsmitglieder Vereinswebsite, Cloud-Speicher, E-Mail
Transparenz schafft Vertrauen
Viele Unternehmen scheuen eine öffentliche Status-Seite – aber das Gegenteil ist richtig: Kunden schätzen Transparenz. Eine Status-Seite zeigt professionellen Umgang mit der eigenen Infrastruktur. Und bei einem Ausfall können Kunden selbst nachschauen, statt den Support zu kontaktieren – das entlastet dein Team.

Status-Seite anpassen

  • Logo und Favicon – Corporate Design beibehalten
  • Beschreibungstext – Markdown wird unterstützt, z. B. für Kontaktinfos oder Links
  • Benutzerdefinierter Footer – Impressum, Support-Kontakt
  • Eigene Domain – Status-Seite unter status.example.org erreichbar (Business- und Corporate-Paket)

Wartungsfenster einrichten

Wenn du planmäßige Wartungsarbeiten durchführst (z. B. Server-Updates, Migrationen), kannst du Wartungsfenster einrichten:

Unter Wartung → Neu:

  1. Titel vergeben (z. B. “Server-Update Februar 2026”)
  2. Zeitraum definieren (Start- und Endzeit)
  3. Zeitplan wählen:
    • Einmalig – für eine geplante Wartung
    • Wiederkehrend – z. B. jeden Sonntag 02:00–04:00 Uhr für automatische Updates
  4. Betroffene Monitore auswählen
  5. Speichern

Während des Wartungsfensters:

  • Werden keine Alarme für die betroffenen Monitore ausgelöst
  • Zeigt die Status-Seite den Wartungsstatus an
  • Wird die Uptime-Berechnung nicht negativ beeinflusst
Wiederkehrende Wartungsfenster einrichten
Wenn du regelmäßig automatische Updates einspielst (z. B. sonntagnachts), richte ein wiederkehrendes Wartungsfenster ein. So bekommst du keine falschen Alarme während der Update-Phase und die Uptime-Statistik bleibt sauber.

Dashboard und Uptime-Auswertung

Monitor-Dashboard

Das Uptime-Kuma-Dashboard zeigt auf einen Blick:

  • Aktueller Status jedes Monitors (Grün = OK, Rot = Down, Gelb = Ausstehend, Grau = Wartung)
  • Antwortzeit als Zeitverlauf-Diagramm – ideal, um Performance-Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor es zu einem Ausfall kommt
  • Uptime-Prozentsatz über verschiedene Zeiträume (24h, 7 Tage, 30 Tage, 1 Jahr)
  • Zertifikatsablauf – Tage bis zum Ablauf des SSL-Zertifikats
  • Heartbeat-Leiste – farbcodierte Historie der letzten Prüfungen

Antwortzeit-Monitoring

Die Antwortzeit-Grafik zeigt nicht nur, ob ein Dienst erreichbar ist, sondern auch wie schnell er antwortet. Ein langsamer werdender Dienst ist oft ein Frühindikator für bevorstehende Probleme:

  • Steigende Antwortzeiten → Server unter Last, Datenbankprobleme, Netzwerkengpass
  • Sprunghaft wechselnde Zeiten → Instabile Verbindung oder intermittierende Probleme
  • Plötzlicher Anstieg → Aktuelle Belastung, z. B. durch eine Marketing-Kampagne
Antwortzeiten regelmäßig prüfen
Schaue nicht nur auf den Status “Up/Down”, sondern auch auf die Antwortzeiten. Wenn eine Website normalerweise in 200ms antwortet und plötzlich 2 Sekunden braucht, stimmt etwas nicht – auch wenn sie technisch noch erreichbar ist.

Sicherheit: 2FA aktivieren

Dein Monitoring-Dashboard enthält sensible Informationen über deine Infrastruktur. Sichere den Zugang mit Zwei-Faktor-Authentifizierung ab:

Unter Einstellungen → Sicherheit → Zwei-Faktor-Authentifizierung:

  1. 2FA aktivieren
  2. QR-Code mit einer TOTP-App scannen (Aegis, Google Authenticator, etc.)
  3. Backup-Token sicher aufbewahren

Best Practices für Freelancer

Herausforderung Lösung mit Uptime Kuma
Kunde meldet Website-Ausfall – peinlich HTTP(S)-Monitor für jede Kundenwebsite einrichten
SSL-Zertifikat abgelaufen, Kunden sehen “unsicher” Zertifikatsablauf-Warnung auf 30 Tage setzen
Backup-Skript läuft nicht mehr, fällt erst nach Wochen auf Push-Monitor für jedes Backup-Skript
Kunde fragt “Ist mein System online?” Individuelle Status-Seite pro Kunde teilen
Kein Überblick über viele Kundenprojekte Tags pro Kunde, Filtern in der Übersicht

Empfohlene Monitore für Freelancer:

  • HTTP(S)-Monitor für jede Kundenwebsite
  • TCP-Monitor für jeden Kunden-Mailserver
  • Push-Monitor für jedes Backup-Skript
  • SSL-Zertifikats-Warnung für alle Domains

Tipp: Erstelle für jeden Kunden eine eigene Status-Seite mit passendem Logo. Das signalisiert Professionalität und gibt dem Kunden jederzeit Transparenz über seine Systeme – ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Best Practices für KMU und Agenturen

Herausforderung Lösung mit Uptime Kuma
Online-Shop fällt aus, Umsatz geht verloren HTTP(S)-Monitor + Schlüsselwort “Warenkorb” prüfen
Mailserver-Ausfall, niemand bemerkt es TCP-Monitor auf Port 587 (SMTP) und 993 (IMAP)
Nachtjobs (Backups, Imports) schlagen fehl Push-Monitore für jeden automatisierten Prozess
Kunden fragen beim Ausfall, Team weiß von nichts Benachrichtigung an Mattermost-Kanal → Team wird sofort informiert
SLA-Nachweis für Kunden Uptime-Prozentwerte über 30/90/365 Tage exportieren
Wartungsarbeiten lösen Alarme aus Wartungsfenster einrichten (einmalig oder wiederkehrend)
Performance verschlechtert sich schleichend Antwortzeit-Diagramm beobachten, Trend erkennen

Empfohlene Monitore für KMU:

  • HTTP(S) + Schlüsselwort für Website und Shop
  • TCP für Mailserver, VPN-Endpunkt, Datenbank
  • Ping für Server, Router, NAS
  • JSON Query für APIs und Health-Endpoints
  • Push für Backups, Cronjobs, Batch-Prozesse
  • Datenbank-Monitore (PostgreSQL/MySQL) falls direkter Zugang besteht

Tipp: Richte einen Mattermost-Kanal “#monitoring” ein und verbinde ihn als Benachrichtigungskanal. So sieht das gesamte Team sofort, wenn etwas nicht stimmt – und die Reaktionszeit sinkt drastisch.

Best Practices für Vereine

Herausforderung Lösung mit Uptime Kuma
Vereinswebsite fällt unbemerkt aus HTTP(S)-Monitor mit 60-Sekunden-Intervall
Anmeldesystem für Events ist offline HTTP(S)-Monitor + Schlüsselwort “Anmeldung”
Cloud-Speicher nicht erreichbar HTTP(S)-Monitor auf die Login-Seite
SSL-Zertifikat abgelaufen, Browser warnt Mitglieder Zertifikatswarnung 30 Tage vor Ablauf
Mitglieder fragen “Ist die Website down?” Öffentliche Status-Seite mit Vereins-Logo
E-Mail-Server-Ausfall, Vereinspost kommt nicht an TCP-Monitor auf SMTP- und IMAP-Port

Empfohlene Monitore für Vereine:

  • HTTP(S) für Vereinswebsite und Anmeldeportale
  • TCP für den Vereins-Mailserver
  • SSL-Zertifikats-Warnung für die Vereinsdomain
  • Optional: Push-Monitor für das Backup der Mitgliederdatenbank

Tipp: Teile die Status-Seite im Vorstand – bei einem Ausfall können alle sofort sehen, was Sache ist, ohne Rückfragen. Die Benachrichtigung per Telegram oder E-Mail geht an die 2–3 Personen, die technisch reagieren können.


Integration mit anderen server.camp-Diensten

Mattermost

Verbinde Uptime Kuma mit Mattermost für Echtzeit-Benachrichtigungen in eurem Team-Chat. Bei einem Ausfall sieht das gesamte Team sofort die Nachricht – mit Monitornamen, Status und Dauer.

Zammad

Über die REST-API oder Webhooks können Uptime-Kuma-Alarme automatisch Tickets in Zammad erstellen. So wird jeder Ausfall automatisch als Ticket erfasst, zugewiesen und nachverfolgt – ideal für Teams mit strukturiertem Incident Management.

Node-RED

Über Webhooks kann Uptime Kuma Ereignisse an Node-RED senden. Dort kannst du komplexe Automatisierungen abbilden, z.B.: “Wenn der Shop-Monitor auf ‘Down’ wechselt → SMS an den Geschäftsführer UND Ticket in Zammad erstellen UND Nachricht in Mattermost posten.”


Noch Fragen?

Falls du Unterstützung beim Einrichten von Monitoren, Benachrichtigungskanälen oder der Status-Seite brauchst, erreichst du uns jederzeit unter support@server.camp. Wir helfen dir gerne!

Häufig gestellte Fragen zu Uptime Kuma findest du auch auf unserer Produktseite.